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2010-05-09 19:26 Persönlich / Gr. WoMo Reise
07.05. Vulkanmuseum
Und wieder hat es die ganze Nacht geregnet, dabei war doch für heute besseres Wetter vorhergesagt. Der Camping-Wart meint, heute bräuchten wir nicht zum Nürburgring zu fahren, dort schneie es vermutlich. Sie haben Schnee bis 500m angesagt (über Meer, nicht Menge).
Heute hat der Brötli-Weckruf nicht funktioniert. Irgendetwas ist schief gelaufen. Um 09.00h sitzen wir dann aber doch beim Frühstück. Oh schau, da draussen, dass ist doch ein Buntspecht, oder nicht? Schwarz-weiss mit rotem Füdeli, dass muss ein Buntspecht sein! Wieso geht der den auf der Wiese spazieren, der gehört doch in den Baum. Der hat sich wahrscheinlich gedacht: „Scheiss Regen, wenn ich jetzt an den Baum klopfe, habe ich die ganze Sauce im Genick. Ich hol mir den Wurm lieber aus der Erde, das machen die Andern ja auch so.“
10.30h es hilft alles nichts, wenn wir warten wollten bis der Regen aufhörte, hätten wir auch im Bett bleiben können. Los geht’s, wir wollen noch etwas erleben, dann gibt es heute halt indoor Prgramm. Wir fahren nach Mendig zum Lava Dome. Hier kann man sich recht unterhaltend und interaktiv über das Vulkangeschehen in der Eifel schlau machen. Aha, wussten wir es doch: es gibt einen Kaltwasser Geysir in Andernach. Endlich finden wir auch eine Reklame dafür. Das Besucherzentrum mit Museum ist in Andernach selbst (nicht Andernach-Namedy), dann geht es mit dem Schiff zur Insel und zum Geysir, das alles in allem soll € 12.-- kosten. Etwas teuer, aber wenn man das Schiff und alles dazu rechnet, ist es doch auch sehr aufwendig. Mal schauen, ob wir die nächsten Tage noch dazu kommen.
Um 14.00h gibt es dann noch eine Führung in den Lavakeller, Zeit genug um in der Vulkanbrauerei einen kleinen Imbiss zu nehmen. Eigentlich wollten wir nur was Kleines, da wir ja heute Abend zum Assenmacher gehen wollen, wenn aber ein 200gr Argentinisches Rinderhuftsteak vom Lavastein gleich viel kostet wie ein Chef-Salat (€ 9.90), dann fällt es schwer, sich für den Salat zu entscheiden. Wir bestellen eine Frikadelle und einen Menü-Salat und dazu eine Portion Pommes Frites zum Teilen. Oh, der Menü-Salat hätte auch für 2 gereicht. Es ist alles sehr gut. Hierher müssen wir wieder Mal kommen, zumal wir einen Stellplatz mit Strom und Dumping-Station gesehen haben und diese Region zum Wandern und Fahrradfahren einlädt. Einer am Nebentisch nervt. Er regt sich über etwas schrecklich auf und schwatzt die 3 andern in Grund und Boden. Ich verstehe zwar nicht, über was er sich beklagt, aber die Aufregung macht mich ganz kribelig. Wir zahlen und gehen. Am liebsten hätte ich noch eine Bemerkung in seine Richtung gemacht, in der Art von „Kleine Stimmungskanone, he?!“ Zum Glück habe ich das bleiben lassen, diese Gruppe nahm nämlich auch an der Führung in den Keller teil.
14.00h die Führung beginnt. An der Kasse hatte ich noch gefragt „Oh, der Keller ist so eine Art Höhle, dann sollte man wohl feste Schuhe anhaben.“ „Nein, nein, das ist nicht nötig.“ Hätte ich bloss nicht auf sie gehört… Es geht 150 Stufen hinab. Soweit ging’s noch gut. Unten angekommen ist es kalt, feucht und dunkel. 5 - 6°C das ganze Jahr und etwa 75% Luftfeuchtigkeit. Wir sind gerade mal 5 Minuten im Höhlenkeller, da meldet sich mein grosser Zeh: „Zeh an Hirn: mir ist kalt“ „Hirn, verstanden, kalt. Im Camper haben wir feste Schuhe.“ „verstanden, feste Schuhe, will ich haben.“ „verstanden, willst Du haben, abgelehnt, unmöglich.“ „he, was soll das ?!“ „Schuhe sind im Camper, Camper ist 150 Stufen über uns, nicht erreichbar. Du musst durchhalten“ „durchhalten, verstanden, ich erfriere.“ „erfrieren kann nicht statt gegeben werden, in einer Stunde ist alles vorbei. Wir sind bei Dir. Auf die Zähne beissen!“ Hat von Euch schon mal jemand gesehen, wie ein Zeh auf die Zähne beisst? Kein schöner Anblick! Der langer Rede kurzer Sinn: Zeh hat durchgehalten und wurde nach dieser Stunde mit einem warmen Fussbad wieder aufgetaut. Es sind glücklicherweise keine Verluste zu beklagen. (Foto aus dem Katalog)
Um 16.30h sind wir zurück in Altenahr. Die Sonne kämpft sich durch die Wolken, es hat aufgehört zu regnen, wir sind gespannt, wie sich das entwickelt.
Um 17.15h geht es zu unserer Lieblingsgenossenschaft, wir müssen noch ein oder zwei Weissweine probieren. Heute bleiben wir brav, die Weissweine halbtrocken schmecken mir nicht und trockene haben wir noch genug.
18.00h Zeit fürs Abendessen. Das Gaststubenmenü des Assemmacher ist: - Garnelen auf Spargelbett + grünem Salat (schon wieder Spragel !) - Bärlauchsuppe mit Hummer Wan-Tan - Lammkarré mit Tymian Polenta und Bohnenragout - Zitronen-Sauerrahmparfait mit Erdbeernsalat und Rhabarbertempura € 43.--, für ein Menü in einem Speiserestaurant das 14 von 20 möglichen Gault Millau Punkten hat, das ist nicht schlecht. Photos![]()
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2010-05-09 19:26 |
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